Metropolregionen in Bayern

Metropolregionen sind großräumige Zusammenschlüsse von Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie umfassen in der Regel nicht nur große Städte, sondern auch große Teile des ländlichen Raums. Metropolregionen sollen die Räume im europäischen Wettbewerb besser positionieren und die Zusammenarbeit innerhalb der Metropolregion voranbringen. Als Motoren der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung sollen sie die Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit Bayerns im internationalen Wettbewerb weiter vorantreiben.

Wer sich in Deutschland als Metropolregion bezeichnen kann, wird von der Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) festgelegt. Dabei spielen Firmensitze, behördliche Institutionen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen, kulturelle Einrichtungen und die Bedeutung als großer Verkehrsknoten eine Rolle. Derzeit gibt es in Deutschland elf Metropolregionen; darunter zwei in Bayern sowie eine mit bayerischer Beteiligung:

-    Europäische Metropolregion München,
-    Europäische Metropolregion Nürnberg,
-    Europäische Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main, zu der auch die Region Bayerischer Untermain zählt.

Im Landesentwicklungsprogramm hat die Bayerische Staatsregierung festgelegt, dass die Metropolregionen München und Nürnberg sowie der bayerische Teil der grenzüberschreitenden Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main wirtschaftlich, verkehrlich, wissenschaftlich, kulturell und touristisch weiterentwickelt werden sollen.
Der besondere Fokus auf ländliche Räume oder Räume mit besonderem Handlungsbedarf wird damit keineswegs relativiert. Entsprechend dem Leitziel der gleichwertigen Lebens- und Arbeitsbedingungen schafft die Staatsregierung die Voraussetzungen dafür, dass die Menschen in allen Teilräumen Bayerns vergleichbare Startchancen und Entwicklungsmöglichkeiten haben.