Regionalmanagement

Logo Regionalmanagement

Das Regionalmanagement als Instrument der Landesentwicklung leistet durch den Aufbau regionaler fachübergreifender Netzwerke in den Landkreisen und kreisfreien Städten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit.

Durch diese Netzwerke soll das vorhandene Potenzial in Teilregionen optimal genutzt und deren eigenverantwortliche Entwicklung nachhaltig gestärkt werden.

Ziel ist, die Schwächen einer Region möglichst zu kompensieren und die vorhandenen Stärken zu sichern und weiter zu verbessern.

Regionalmanagement gestaltet, ausgehend von Handlungskonzepten und durch den Einsatz von Projektmanagern in der Region, sogenannten Regionalmanagern, die Entwicklung durch Projekt- und Netzwerkarbeit.

Die am Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat am Dienstsitz Nürnberg eingerichtete Servicestelle Bayern Regional berät die Regionalmanagements zu den Fördermöglichkeiten.

Weitere Informationen zum Regionalmanagement

Login Regionalmanagement

Zum Login der Regionalmanagement Plattform gelangen Sie hier!

Aufgaben

Das Regionalmanagement verfolgt einen fach- und branchenübergreifenden Ansatz.

Es greift den Vernetzungsgedanken systematisch auf und legt den Fokus auf die Interaktion zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und anderen möglichen Vernetzungspartnern in der Region.

Insbesondere sollen die jeweiligen Interessenvertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung mit einbezogen werden. Durch die Vernetzung sollen zugleich auch regionale Beteiligungsprozesse angeregt und gefördert werden.

Zu den Aufgaben des Regionalmanagements zählen:

  • Erarbeitung und Umsetzung definierter Projekte der Region
  • Aufbau, Pflege und Zusammenführung eines Kontaktnetzwerkes zu bestehenden örtlichen Initiativen und zwischen Unternehmen, Hochschulen, Kammern, Verbänden, Dienstleistern und Kapitalgebern etc.
  • Förderung eines aktiven Meinungs-, Kenntnis- und Know-how-Transfers
  • Abstimmung mit möglichst sämtlichen in der Region aktuell durchgeführten Entwicklungsstrategien und -initiativen
  • Hinführung von regionalen Projekten zu Förderprogrammen auf EU-, Bundes- und Landesebene
  • Durchführung von und Mitwirkung bei Veranstaltungen zu wesentlichen Themen der Region.

Die Aufgaben sind nicht abschließend und müssen entsprechend den Bedürfnissen des jeweiligen Raumes angepasst oder ergänzt werden.

Bottom-up-Prinzip

Das Regionalmanagement basiert auf dem Freiwilligkeitsprinzip. Das heißt, die Initiative kommt stets aus dem Raum selbst. Die Region bestimmt daher auch eigenständig die Entwicklungsschwerpunkte und Handlungsfelder des Regionalmanagements.

Die bislang gewonnenen Erfahrungen machen deutlich, dass Regionalmanagement dann wirksame Unterstützung findet und erfolgreich betrieben wird, wenn es von politischen Repräsentanten vorangetrieben und nachhaltig unterstützt wird. Das Regionalmanagement sollte idealerweise von diesem Personenkreis gesteuert und autorisiert werden. Nützlich und der Sache zuträglich ist es schließlich, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft für die Sache des Regionalmanagements zu gewinnen.

Grundlage für die Einrichtung eines Regionalmanagements ist die Erarbeitung eines Handlungskonzepts durch die jeweilige Region. In der sogenannten konzeptionellen Phase soll damit die Strategie für die Entwicklung des Raumes aufgezeigt werden.

Im Sinne des Bottom-up-Prinzips entwickeln und verabschieden Bürger, Vertreter der Wirtschaft, der Wissenschaft und sonstige Netzwerkpartner unter Vorsitz des/der politischen Repräsentanten gemeinsam Ideen für Projekte und Aktivitäten, die vom Regionalmanagement durchgeführt werden sollen.

Organisationsstruktur

Das Regionalmanagement ist sowohl als Teil bestehender Strukturen, zum Beispiel am Landratsamt angesiedelt, aber auch in privatrechtlichen Formen organisiert. Als Gremien bestehen eine Lenkungsgruppe für die strategische Ausrichtung sowie eine Arbeitsebene für die Umsetzung der definierten Projekte.

Finanzielle Förderung

Grundlage einer Förderung ist die Förderrichtlinie Regionalmanagement. Diese trat zum 01.01.2015 in Kraft und läuft bis zum 31.12.2018.

Der maximale Förderzeitraum beträgt drei Jahre.

Der maximale Förderbetrag pro Jahr und Initiative beträgt 100.000 Euro.

Die Förderung erfolgt im Wege einer Anteilsfinanzierung als Zuschuss im Rahmen einer Projektförderung. Neben Projektkosten sind auch diesen zugeordnete Personalkosten förderfähig.

Die Fördersätze sind gestaffelt ausgestaltet. Der Basisfördersatz beträgt 50 %. Dieser erhöht sich

  • um 10 %-Punkte, sofern sich mindestens die Hälfte des Gebietes des Regionalmanagements im ländlichen Raum befindet,
  • um weitere 20 %-Punkte, sofern sich mindestens die Hälfte des Gebietes des Regionalmanagements im Raum mit besonderem Handlungsbedarf befindet und
  • um weitere 10 %-Punkte, sofern der Projektraum über einen Landkreis hinausgeht.

Der maximale Fördersatz beträgt 90 %.

Es erfolgt eine themenbezogene Förderung von Projekten aus ausgewählten Zukunftsthemen der Landesentwicklung:

  • Handlungsfeld 1: Demografischer Wandel (insbesondere Daseinsvorsorge, Infrastrukturanpassung
  • Handlungsfeld 2: Innovation & Wettbewerbsfähigkeit (insbesondere Digitalisierung, Wissenstransfer, Fachkräftesicherung, Vereinbarkeit Familie & Beruf, Bildung & Qualifikation)
  • Handlungsfeld 3: Siedlungsentwicklung (insbesondere starke Ortskerne, interkommunales Flächenmanagement, angepasste Mobilität)
  • Handlungsfeld 4: Regionale Identität (insbesondere Stadt-Land-Partnerschaft, Themen-Netzwerk, regionale Ressourcen & Produkte, regionale Kultur & Lebensqualität)
  • Handlungsfeld 5: Klimawandel und Energie (insbesondere Energie- und Klimaschutzkonzepte, Beratungs- und Umsetzungsmaßnahmen).

Gefördert wird ausschließlich mit Landesmitteln. Diese wurden für das neue Förderprogramm von 1,5 Millionen Euro pro Jahr auf 7 Millionen Euro pro Jahr deutlich erhöht.

Ansprechpartner

Die neue Servicestelle Bayern Regional berät die regionalen Initiativen auf ihrem Weg zu einer Förderung.

Kontaktdaten der Servicestelle Bayern Regional:
Tel.: 0911/9823-3535; E-Mail: Bayernregional[at]@stmflh.bayern[dot].de

Die Regionen werden zudem durch das Fachreferat V/58 der Landesentwicklung fachlich unterstützt und begleitet.

Um den Regionalmanagementinitiativen zusätzliche professionelle Hilfe zur Seite zu stellen und diese Initiativen optimal in räumlich übergeordnete Bezüge einzubinden, stehen an allen Regierungen in den Sachgebieten Landes- und Regionalplanung „Beauftragte für Regionalmanagement und Regionalinitiativen“ zur Verfügung. Für die Erstellung der Förderbescheide ist das jeweilige Sachgebiet Wirtschaftsförderung zuständig.

Ansprechpartner bei den Regierungen, Sachgebiet 24:

Regierung von Mittelfranken

Regierung von Niederbayern

Regierung von Oberbayern

Regierung von Oberfranken

Regierung der Oberpfalz

Regierung von Schwaben

Regierung von Unterfranken