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Regionalmanagement

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Das Regionalmanagement als Instrument der Landesentwicklung leistet durch den Aufbau regionaler fachübergreifender Netzwerke in den Landkreisen und kreisfreien Städten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit.

Durch diese Netzwerke soll das vorhandene Potenzial in Teilregionen optimal genutzt und deren eigenverantwortliche Entwicklung nachhaltig gestärkt werden.

Ziel ist, die Schwächen einer Region möglichst zu kompensieren und die vorhandenen Stärken zu sichern und weiter zu verbessern.

Regionalmanagement gestaltet, ausgehend von Handlungskonzepten und durch den Einsatz von Projektmanagern in der Region, sogenannten Regionalmanagern, die Entwicklung durch Projekt- und Netzwerkarbeit.

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Aufgaben

Das Regionalmanagement verfolgt einen fach- und branchenübergreifenden Ansatz.

Es greift den Vernetzungsgedanken systematisch auf und legt den Fokus auf die Interaktion zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und anderen möglichen Vernetzungspartnern in der Region.

Insbesondere sollen die jeweiligen Interessenvertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung mit einbezogen werden. Durch die Vernetzung sollen zugleich auch regionale Beteiligungsprozesse angeregt und gefördert werden.

Zu den Aufgaben des Regionalmanagements zählen:

  • Erarbeitung und Umsetzung definierter Projekte der Region
  • Aufbau, Pflege und Zusammenführung eines Kontaktnetzwerkes zu bestehenden örtlichen Initiativen und zwischen Unternehmen, Hochschulen, Kammern, Verbänden, Dienstleistern und Kapitalgebern etc.
  • Förderung eines aktiven Meinungs-, Kenntnis- und Know-how-Transfers
  • Abstimmung mit möglichst sämtlichen in der Region aktuell durchgeführten Entwicklungsstrategien und -initiativen
  • Hinführung von regionalen Projekten zu Förderprogrammen auf EU-, Bundes- und Landesebene
  • Durchführung von und Mitwirkung bei Veranstaltungen zu wesentlichen Themen der Region.

Die Aufgaben sind nicht abschließend und müssen entsprechend den Bedürfnissen des jeweiligen Raumes angepasst oder ergänzt werden.

Bottom-up-Prinzip

Das Regionalmanagement basiert auf dem Freiwilligkeitsprinzip. Das heißt, die Initiative kommt stets aus dem Raum selbst. Die Region bestimmt daher auch eigenständig die Entwicklungsschwerpunkte und Handlungsfelder des Regionalmanagements.

Die bislang gewonnenen Erfahrungen machen deutlich, dass Regionalmanagement dann wirksame Unterstützung findet und erfolgreich betrieben wird, wenn es von politischen Repräsentanten vorangetrieben und nachhaltig unterstützt wird. Das Regionalmanagement sollte idealerweise von diesem Personenkreis gesteuert und autorisiert werden. Nützlich und der Sache zuträglich ist es schließlich, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft für die Sache des Regionalmanagements zu gewinnen.

Grundlage für die Einrichtung eines Regionalmanagements ist die Erarbeitung eines Handlungskonzepts durch die jeweilige Region. In der sogenannten konzeptionellen Phase soll damit die Strategie für die Entwicklung des Raumes aufgezeigt werden.

Im Sinne des Bottom-up-Prinzips entwickeln und verabschieden Bürger, Vertreter der Wirtschaft, der Wissenschaft und sonstige Netzwerkpartner unter Vorsitz des/der politischen Repräsentanten gemeinsam Ideen für Projekte und Aktivitäten, die vom Regionalmanagement durchgeführt werden sollen.

Organisationsstruktur

Das Regionalmanagement ist sowohl als Teil bestehender Strukturen, zum Beispiel am Landratsamt angesiedelt, aber auch in privatrechtlichen Formen organisiert. Als Gremien bestehen eine Lenkungsgruppe für die strategische Ausrichtung sowie eine Arbeitsebene für die Umsetzung der definierten Projekte.

Finanzielle Förderung

Grundlage einer Förderung ist die Förderrichtlinie Landesentwicklung (FöRLa).
Zur PDF-Fassung Förderrichtlinie Landesentwicklung (FöRLa) gelangen Sie hier.

Zweck

Der Freistaat Bayern unterstützt auf Grundlage der Förderrichtlinie Landesentwicklung vom 05.11.2020 (FöRLa) die Umsetzung von Projekten des Regionalmanagements und Regionalmarketings sowie durch Regionale Initiativen für Militär- und Konversionsstandorte. Die Projektförderung soll damit zur Schaffung und Erhaltung gleichwertiger Lebens- und Arbeitsbedingungen in Bayern beitragen. Zudem sollen regionale Netzwerke ausgebaut und flexible, maßgeschneiderte Lösungen für die Herausforderungen vor Ort entwickelt werden.

Gegenstand

Gefördert werden innovative, regionale Projekte in fünf zentralen Zukunftsthemen der Landesentwicklung:

  • Demografischer Wandel
  • Wettbewerbsfähigkeit
  • Siedlungsentwicklung
  • Regionale Identität
  • Klimawandel

Zuwendungsempfänger

Antrags- und zuwendungsberechtigt sind die rechtsfähigen öffentlichen oder privatrechtlichen Träger von in Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium der Wirtschaft, für Landesentwicklung und Energie eingerichteten Regionalen Initiativen im Freistaat Bayern.Soll die Einrichtung einer Regionalen Initiative durch eine Förderung vorbereitet werden, ist antrags- und zuwendungsberechtigt die räumlich betroffene Gebietskörperschaft bzw. eine der betroffenen Gebietskörperschaften.

Zuwendungsfähige Kosten

Gefördert werden können Ausgaben für Personal, Fahrten und Übernachtungen, Bewirtung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit sowie Dienstleistungen durch Dritte.

Art und Höhe

Die Zuwendung erfolgt als Projektförderung im Wege der Anteilfinanzierung.

Die Regelförderung für Regionalmanagements und Regionalmarketings beträgt grundsätzlich maximal 100.000 Euro pro Projektjahr und regionaler Initiative. Der Förderbetrag erhöht sich um bis zu 50.000 Euro pro Projektjahr, wenn der räumliche Wirkungskreis der Regionalen Initiative mehrheitlich im Raum mit besonderem Handlungsbedarf (RmbH) liegt, ihr Umfang ein Gebiet von mehr als zwei Landkreisen vollständig umfasst oder dauerhaft eine Zusammenarbeit mit einem Regionalen Planungsverband erfolgt.

Die Regionale Initiative Europäische Metropolregion München und die Regionale Initiative Europäische Metropolregion Nürnberg können jeweils zusätzlich zur Regelförderung einen Förderbetrag von bis zu 150 000 Euro pro Projektjahr beantragen.

Die Regelförderung für Regionale Initiativen für Militär- und Konversionsstandorte beträgt grundsätzlich maximal 150.000 Euro pro Projektjahr.

Sonderförderungen für Projekte zum Thema Flächensparen mit einem maximalen Förderbetrag von 50.000 Euro pro Projektjahr und bei gravierenden wirtschaftlichen Umbrüchen (Sonderförderung Transformationsprozesse) mit einem maximalen Förderbetrag von 150.000 Euro pro Projektjahr sind möglich.

Die Förderung kann zunächst für maximal drei Jahre (Grundphase) in Anspruch genommen werden. Nach erfolgreicher Evaluierung sind Anschlussförderungen von maximal drei weiteren Jahren möglich.

Von Regionen, in denen aktuell keine Regionale Initiative eingerichtet ist, können einmalig Fördermittel von bis zu 50.000 Euro (Erhöhung um bis zu 25.000 Euro bei umfassender Bürgerbeteiligung) pro Projektjahr bis zu zwei Jahre für eine sog. Strategieförderung in Anspruch genommen werden. Damit kann die Region unter Einbindung der relevanten Akteure eine querschnittsorientierte regionale Entwicklungsstrategie erarbeiten, die dann in ein Regionalmanagement überführt werden kann.

Der Fördersatz beträgt grundsätzlich zwischen 50 % und 90 %, je nach dem räumlichen Wirkungskreis des Projektes.

Wesentliche Zuwendungsvoraussetzungen

  • Projekte müssen innovativen Charakter aufweisen
  • Übereinstimmung der Projekte mit den Festlegungen aus dem Landesentwicklungsprogramm Bayern und den einschlägigen Regionalplänen
  • Übereinstimmung der Projekte mit vorhandenen regionalen Entwicklungsstrategien
  • Abstimmung der Projekte mit vorhandenen Entwicklungsinitiativen
  • Beitrag der Projekte zu einer querschnittsorientierten Regionalentwicklung
  • Entwicklung und Durchführung der Projekte durch die Regionale Initiative
  • Zuwendungsfähige Mindestausgaben von mehr als 10.000 Euro je Projekt und mehr als 25.000 Euro je Antrag
  • Sicherung der Gesamtfinanzierung
  • Vorliegen eines Evaluationskonzepts für jeden Bewilligungszeitraum
  • Durchführung eines Beratungsgesprächs mit Vertretern des zuständigen Fachreferats des Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und den zuständigen Beauftragten für Regionalmanagement und Regionale Initiativen bei der jeweiligen Bezirksregierung vor Antragstellung
  • Antragstellung unter Verwendung der Musterformulare
  • Bei Regionalen Initiativen für Militär- und Konversionsstandorte: Erforderlichkeit, dass die Militärpräsenz vor Ort mit erheblichen sozioökonomischen und infrastrukturellen Herausforderungen für die Region verbunden ist und dass die umzusetzenden Förderprojekte im direkten Kontext zu diesen Auswirkungen stehen

Ansprechpartner

An allen Regierungen stehen in den Sachgebieten Landes- und Regionalplanung „Beauftragte für Regionalmanagement und Regionalinitiativen“ zur Verfügung, um den Regionalen Initiativen zusätzliche professionelle Hilfe zur Seite zu stellen und diese Initiativen optimal in räumlich übergeordnete Bezüge einzubinden. Für die Erstellung der Förderbescheide ist das jeweilige Sachgebiet Wirtschaftsförderung zuständig.

Ansprechpartner bei den Regierungen, Sachgebiet 24:

Regierung von Mittelfranken

Regierung von Niederbayern

Regierung von Oberbayern

Regierung von Oberfranken

Regierung der Oberpfalz

Regierung von Schwaben

Regierung von Unterfranken

Die Beauftragten für Regionalmanagement und Regionalinitiativen bei den jeweiligen Regierungen beraten die regionalen Initiativen auf ihrem Weg zu einer Förderung.

Die Regionen werden zudem durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Fachreferat 104 Regionalmanagement und Standortentwicklung, fachlich unterstützt und begleitet.

Kontaktdaten des Fachreferats 104 der Abteilung Landesentwicklung beim StMWi:
E-MailReferat104[at]@stmwi.bayern[dot].de